Am Aufhängeort messen
Verwende die Schiene oder den nutzbaren Abschnitt der Stange als Bezug. Die Fensterbreite allein beschreibt nicht unbedingt den abzudeckenden Bereich. Lege zuerst Position und Öffnungsweg des Vorhangs fest.
Im Beispiel ist die Schiene 2 m breit. Mit Faltenfaktor 2 beträgt die geplante flache Stoffbreite insgesamt 2 × 2 = 4 m für die gesamte Vorhanganordnung.
Teile und fertige Höhe festlegen
Bei zwei gleich breiten Vorhangteilen entfallen 4 ÷ 2 = 2 m flache Breite auf jedes Teil. Der Rechner verteilt gleichmäßig. Ungleich breite Teile oder besondere Nähsysteme benötigen eine angepasste Berechnung.
Miss vom Bezugspunkt des Aufhängesystems bis zur gewünschten Unterkante. Das Beispiel verwendet eine fertige Höhe von 2,4 m. Saum und obere Zugabe sind in diesem fertigen Maß noch nicht enthalten.
Fertigmaß und Zuschnitt trennen
Die fertige Höhe ist nicht die Zuschnittlänge. Aus 2,4 m Höhe, 0,2 m Saumzugabe und 0,1 m oberer Zugabe entstehen 2,7 m je Bahn, bevor ein Musterrapport berücksichtigt wird.
Prüfe, welche Falten und Kopfdetails deine Nähanleitung in den Zugaben vorsieht. Der Beispielfaktor passt nicht automatisch zu jedem Stoff. Vergleiche vor dem Schneiden alle Maße mit dem konkreten Material und der geplanten Verarbeitung.
- Miss vom tatsächlichen Aufhängepunkt.
- Notiere Fertighöhe und Zugaben getrennt.
- Prüfe, ob beide Vorhangteile gleich breit sein sollen.
Häufige Fragen
Soll ich Fenster oder Stange messen?
Miss die nutzbare Breite des montierten Systems, die der Vorhang abdecken soll. Leite sie nicht nur aus der Fensterbreite ab.
Vergrößert der Faltenfaktor die Höhe?
Nein. Er multipliziert die flache Breite. Saum, obere Zugabe und Muster beeinflussen die Zuschnittlänge je Bahn.